Für Büroreinigung gibt es drei gängige Abrechnungsmodelle, und genau deshalb sind Angebote so schwer zu vergleichen: Der eine Anbieter nennt einen Stundensatz, die andere einen qm-Preis, der dritte eine Monatspauschale. Hier sind alle drei Modelle mit Zahlen für 2026, dazu zwei Beispielrechnungen aus der Praxis im Raum Stuttgart. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.
Die drei Abrechnungsmodelle
Nach Stunden abgerechnet kostet Büroreinigung 2026 üblicherweise 28-45 Euro je Stunde. Das Modell ist transparent, verlagert aber das Risiko zu Ihnen: Braucht die Kraft länger, zahlen Sie mehr.
Der Preis pro Quadratmeter ist bei regelmäßiger Reinigung verbreiteter. Als Monatswert hängt er direkt am Turnus: etwa 0,90-1,80 Euro je qm bei einem Termin pro Woche, etwa 2,50-5,00 Euro je qm bei werktäglicher Reinigung. Kleine Flächen liegen eher am oberen Rand, weil Anfahrt und Rüstzeit auf wenige qm umgelegt werden.
Die Monatspauschale schließlich ist ein Festpreis auf Basis eines Leistungsverzeichnisses. Sie ist das planbarste Modell und unser Standard: Was wann gereinigt wird, steht schriftlich fest, und die Rechnung ist jeden Monat gleich.
Beispiel 1: 150 qm, ein Termin pro Woche
Eine Agentur mit 150 qm, acht Arbeitsplätzen, einer Küche und zwei WCs lässt einmal wöchentlich reinigen: Böden, Sanitär, Küche, Oberflächen, Müll. Je Termin fallen rund zwei Stunden an. Ergebnis: etwa 250-350 Euro im Monat, also rund 1,70-2,30 Euro je qm. Der Wert liegt über der Faustspanne für große Flächen, und das ist typisch für kleinere Büros.
Beispiel 2: 300 qm, drei Termine pro Woche
Ein Unternehmen mit 300 qm und Kundenempfang lässt montags, mittwochs und freitags reinigen. Sanitär und Küche werden bei jedem Termin gemacht, die Bodenpflege rotiert. Je Termin etwa 2,5 Stunden, macht im Monat rund 950-1.400 Euro oder 3,20-4,70 Euro je qm. Klingt nach viel, verteilt sich aber auf etwa 20 Beschäftigte und einen repräsentativen Empfang.
Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen
Ein Anbieter, der Ihnen einen Preis nennt, ohne die Fläche gesehen zu haben, rät. Zur Besichtigung gehören Fragen nach Bodenbelägen, Sanitärräumen, Küchen, Publikumsverkehr und den Zeiten, zu denen gereinigt werden darf. Das Ergebnis sollte ein Leistungsverzeichnis sein, in dem jede Tätigkeit mit Turnus auftaucht: Böden saugen und wischen, Papierkörbe, Sanitär desinfizieren, Türgriffe und Lichtschalter, Küchenzeile, in größeren Abständen Telefone und Heizkörper.
Achten Sie außerdem auf vier Posten, die im Kleingedruckten stehen können: Reinigungsmaterial, Anfahrt, Verbrauchsmaterial wie Papierhandtücher und die Vertretungsregel bei Urlaub oder Krankheit. Sind sie enthalten, ist ein nominell höherer Preis oft der günstigere.
Der Preisanker nach unten
Auch für die Büroreinigung gilt der Branchenmindestlohn der Gebäudereinigung, seit Januar 2026 sind das 15,00 Euro pro Stunde. Mit Sozialabgaben, Ausfallzeiten, Material und Fahrt liegen die reinen Selbstkosten einer Firma deutlich über 20 Euro je Stunde. Angebote spürbar unter dieser Schwelle bezahlen Sie am Ende mit gehetzter Arbeit oder ausgelassenen Flächen. Eine ausführliche Kalkulation mit allen Kostenbausteinen finden Sie im Ratgeber Was kostet Gebäudereinigung?
Wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Büro in diesen Spannen landet: Wir besichtigen Flächen in Stuttgart, Filderstadt und Umgebung kostenlos und erstellen daraus ein Festpreisangebot mit Leistungsverzeichnis. Mehr zur Leistung selbst steht auf der Seite Büro- und Unterhaltsreinigung.